Die Buchdruckerkunst und Ihre (Vor)geschichte im Dienst der Bibel

 

 

Anfangs wurden die einzelnen Bücher der Bibel durch das Abschreiben vervielfältigt. Im Alterum war z.B. bei den Ägyptern, den Sumerern und den Babyloniern  die Schreibkunst schon 3000 v.Chr. bekannt. In den verschiedenen Zeitepochen wurden dazu folgende Materialien verwendet:

 

  1. Zum einen wurde auf  Tontafeln geschrieben, man ritzte dazu die Zeichen in feuchte Tontafeln und ließ diesePapyrus anschließend trocknen. Leider war dieses nicht ganz so haltbar und schlechter zu benutzen und zu transportieren.

  2. Deswegen war das Schreiben auf Papyrus im Altertum weiter verbreitet. Papyrus wird aus dem Mark der Papyrusstauden gewonnen, welche am Ufer des Nils wachsen. Das Material war nach seiner Verarbeitung sehr haltbar und hat sogar die Jahrtausende in dem trockenen Klima Ägyptens überstanden.

  3. Die Ägypter hatten mehr oder weniger das Monopol über das Papyrus, weshalb in Kleinasien in der Stadt Pergamos das Pergament entwickelt wurde.  Dieses sehr hochwertige und vielleicht wertvollste aller Schreibmaterialien wird aus geglätteter Haut von Tieren hergestellt. Es wurde wie bei Papyrus mit Tinte beschrieben. Pergament kann im Gegensatz zu Papyrus durch abkratzen der Schrift mehrmals verwendet werden, was leider im Mittelalter auch oft gemacht wurde.

  4. Ein weiters Material war das Leder was auch seit langer Zeit bekannt war. Beim Leder werden auch Tierhäute verwendet, wobei das Verfahren der Herstellung gegenüber dem Pergament wesentlich einfacher sein soll.

  5. Als nächstes sei das uns heute bekannteste Material, das Papier, erwähnt. Es wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. im Fernen Osten entwickelt. 

Somit gibt es eigentlich kein Argument gegen die frühe Abfassung der Bibel. Im Mittelalter kam gerade den Klöstern dabei eine große Bedeutung zu. Anfangs waren es meistens Abschriften der Septuaginta und später auch der lateinischen Vulgata. Mit großer Sorgfalt wurden die Schriften immer und immer wieder abgeschrieben, wobei es eine Vielzahl von Regeln zu beachten gab. Um Vervielfältigungsfehler zu vermeiden wurden z. B. einzelne Buchstaben, das vorkommen bestimmter Wörter usw. gezählt und immer wieder geprüft.

 

Im Jahr 1448 - 1450 war es dann soweit, dass die Buchdruckkunst mit beweglichen Lettern erfunden wurde. In diesem Zusammenhang dürfte vielen gleich der Name Johannes Gutenberg einfallen. Dieser erfand die Buchdruckkunst in Mainz.

Er errichtete die erste Druckerei, mit ca. 20 Mitarbeitern.  Gutenberg musste alles, was er benötigte selbst herstellen, angefangen von der Druckerpresse über die Drucktypen bis hin zur Druckerschwärze.

 

 

Im Jahr 1450 begann er mit den Vorbereitungen zum Druck der ersten Bibel. Die erste Bibel war ein 42-zeiliger Druck, welcher mit beweglichen Lettern hergestellt wurde. Das erste Gesamtwerk umfasste 2 Bände mit 1282 Seiten und war ein Meisterwerk der Buchdruckkunst.

Um ein handschriftliches Druckbild zu erhalten nutze er nicht nur die 26 Buchstaben des Alphabets sondern er verwendete auch noch leicht unterschiedliche Typen mit zum Teil kunstvollen Abkürzungszeichen oder auch verschlungenen Doppelbuchstaben. Insgesamt entwarf er 290 verschiedene Schriftzeichen. Für eine 42-zeilige Bibelseite wurden somit ungefähr 2500 Typen benötigt, welche Gutenberg aus einer Antimon-Zinn-Legierung goss. Um Verzögerungen beim Druck und Setzen zu vermeiden, musste deshalb ein riesiger Vorrat von vielen Tausend Typen hergestellt werden.

 

Die ersten Bibeln wurden nicht nur auf Papier sondern auch auf Pergament gedruckt. Für jedes Exemplar waren ca. 340  Papier bzw. Pergamentbögen nötig. Mittlerweile arbeiteten sechs Setzer in Gutenbergs Druckerei. Das setzen einer Seite benötigte ca. 1 Tag, anschließend wanderte der Satz in die Presse. Diese konnte pro Stunde etwa 10 Drucke bewältigen. Anschließend musste der Druck noch zum trocknen aufgehängt werden. Interessant ist noch, dass beim Druck die Anfangsbuchstaben eines jeden Kapitels im Satz frei blieben, weil sie später von den so genannten Rubrikatoren mit der Hand in rot ausgefüllt  wurden. Für das Binden der bedruckten Bögen zu einem Buch, sowie das eben erwähnte Einfügen der reich verzierten Buchstaben und Überschriften, hatte der Käufer selbst zu sorgen. Insgesamt brauchte Gutenberg zwei volle Jahre bis diese erste Auflage fertig gestellt war. Das erste Buch,das Gutenberg gedruckt hatte, war eine lateinische Bibel. In kurzer Zeit war sie verkauft, obwohl ein Exemplar zwischen 40 Gulden für eine Papier- und 60 Gulden für eine Pergamentausgabe gezahlt wurde. (40 Gulden sind ca. 35.000,-- Euro) Die Gesamtauflage der „Gutenberg-Bibel" lag bei etwa 180 Stück. Davon sind noch 45 - 48 Exemplare erhalten welche heute einige Millionen Euro Wert sind.

 

Im Sommer 1455 erreichte Gutenberg leider die Grenzen seiner finanziellen Möglichkeiten und musste seine Druckerei an den Kaufmann Johannes Fust abgeben, der Gutenberg anfangs ca. 1600 Gulden geliehen hatte. Für den Kaufmann Fust wurde der weitere Verkauf der Bibeln ein Riesengeschäft.

 

Wie groß muss das Verlangen nach dem göttlichen Wort sein, wenn immer wieder derartigen Summen und Mühen für den Erwerb einer Bibel aufgewendet wurden?  Selbst im 16. Jahrhundert kostete eine gedruckte Bibel noch mehrere Monatslöhne.

 

Den meisten Erwerben ging es dabei aber nicht um ein Prestigeobjekt, sondern um den Inhalt der Heiligen Schrift.  Auch wenn Sie dadurch mit der Gerechtigkeit Gottes konfrontiert wurden und sahen, dass sie Sünder sind, die so wie sie sind nicht vor Gott bestehen können.  Aber es wurde auch auf die Liebe Gottes hingewiesen und der Weg zu Gott gezeigt. Und dieser Weg hat sich bis heute nicht geändert. Jesus Christus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (Gott) als nur durch mich (Jesus Christus)." Johannes 14,6.

Gott hat seinen geliebten Sohn Jesus Christus auf diese Erde gesandt und Ihn für unsere Schuld gerichtet.  Jeder, der von seinen eigenen bzw. eigenwilligen Wegen umkehrt und an den Herrn Jesus glaubt, empfängt nun Vergebung und ewiges Leben.

 

Im weiteren Verlauf der Druckgeschichte entstanden überall in Europa Druckereinen, z.B. in Bamberg, Straßburg, Köln, Sibiaco, Rom, Eltville, Augsburg, Basel, Barcelona und Pilsen.  In Straßburg brachte Mentelin 1466 die erste deutsche Bibel heraus. Es folgten Ausgaben in den verschiedensten Sprachen, wie Spanisch, Holländisch, Französisch, Polnisch, Russisch und sogar Äthiopisch. So hat noch im 15. Jahrhundert die gedruckte Bibel die Welt erobert. Bis zum Beginn der Reformation mit Martin Luther  wurden allein in den mitteleuropäischen Ländern rund 70.000 Bibeln, etwa 120.000 Psalter und andere alttestamentliche Schriften gedruckt. Hinzu kamen nochmals ca. 100.000 Neue Testamente.

 

Aber entscheidend ist nicht der Besitz  der Bibel, sondern welche Konsequenzen bzw. Entscheidungen ziehe ich  persönlich aus der Botschaft von dem Retter Jesus Christus. 

Was ist Ihre Entscheidung?

 

 

Heute wenn Ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht!  (Hebräer4,7)

 

Jetzt ist der Tag des Heils! (2.Korinther 6,2)

 

 

 

Quellenhinweis: Flyer Das Buch der Bücher / CSV - Der uns den Sieg gibt / CSV